Donnerstag, 2. Februar 2012

Eiseskälte

Alle jammern über diese Eiseskälte draussen, nur ich hab mich offensichtlich gefreut. Im Rahmen meiner Jahresaktion "Ballast abwerfen" habe ich für Januar meinen Strickkorb in Angriff genommen und ich arbeite mich langsam Schritt für Schritt voran und zwar solange bis er leer ist. Das wird sicher noch ein Weilchen in Anspruch nehmen und ich möchte versuchen mich jeden Monat einer anderen "Baustelle" zu widmen. Für Februar habe ich mir meine Tiefkühltruhe vorgenommen. Seit ewiger Zeit war diese reif zum Abtauen aber leer bekommen habe ich sie leider nie. Immer wenn was raus kam, wanderte wieder etwas neues rein. An Abtauen deshalb nicht zu denken. Da kamen mir die sibirischen Temperaturen gestern grad recht und ich hab die Sachen einfach vorübergehend auf dem Balkon platziert. Die Truhe ist seit gestern abgetaut, neu wieder eingeräumt und die darin befindlichen Dinge auf einem Zettel in der Küche fein säuberlich aufgelistet. Jetzt möchte ich im Februar versuchen wirklich systematisch die Dinge aus der Truhe zu verkochen. Auch hier wird wohl ein Monat nicht ausreichen, aber alles beginnt ja bekanntlich mit "dem ersten Schritt" und eine erkennbare Leerung wird mich sicherlich so sehr motivieren, daß ich auch hier - ähnlich wie beim Strickkorb - dabei bleibe. Bin heute schon gespannt, was für eine nervtötende Dauerbaustelle ich mir für März aussuche. Mal sehen.

Zurück zur Kälte und den Kommentaren aus dem Umfeld. Selbst zu Hause ist man vor der Jammerei nicht gefeit und ich hatte bereits erwähnt, daß Göga sich seit längerem eine neue Mütze wünschte. Natürlich wurde die Wetterlage weidlich dafür genutzt, das Thema "immer strickst Du für andere und ich muss jämmerlich frieren" mit entsprechender Vehemenz und in immer kürzerer Taktung anzusprechen. Bereits vor längerer Zeit hatte sich Göga die Mütze Windschief von Herrn West auserkoren und ich habe auch eine Wolle im vorhandenen Stash gefunden die sich ganz gut dafür eignet. Glücklicherweise ist das ein recht schnelles Projekt und als ich gestern die Fäden vernäht hatte wurde sie mir bereits aus den Händen gerissen. Dass ich diese heute trotzdem zeigen kann, verdanke ich nur meinem Gemaule, da mir Göga von unterwegs nun ein Tragebildchen zugemailt hat und sich durchaus begeistert über die Mütze äusserte. Einziges Manko scheint zu sein, daß der Wind bei diesen Tiefsttemperaturen doch den Weg durch die Maschen findet. Da wird wohl noch eine wärmere Mütze her müssen. Vielleicht wage ich mich doch noch an das Thema Doppelstrick? Oder habt Ihr andere Tipps parat?

Photobucket

Technische Daten:
Muster: Windschief von Stephen West
Material: 46 g Zitron Nordkap in rauchblau

Kommentare:

Sonja`s Gestricksel hat gesagt…

Boah..coole Kopfbedeckung,sieht klasse aus.
LG Sonja

Lemmie hat gesagt…

Die Mütze sieht sehr gut aus.
Gegen die Winddurchlässigkeit hilft ev. unterfüttern. Auch Doubleface könnte helfen.
Noch eine Möglichkeit ist eine ganz dünne Mütze, wie man sie unter einem Schihelm trägt in die Strickmütze einzunähen.
Lieben Gruß
Lemmie

Waltraud hat gesagt…

Sehr schön, einmal eine Mütze, die ganz anders ist als üblich.
LG Waltraud

Lydias strick- und malseite hat gesagt…

Die sieht ja mal richtig toll aus,da kann die Kälte ruhig noch bleiben ;-)

LG Lydia

dörte hat gesagt…

Also Lindalein - ich finde dieses Wetter genial -))! Es ist halt Winter und da kann frau sich doch warm anziehen, dann ist auch die Kälte kein Problem mehr o)))

Liebe Grüße an Dich!
Dörte

Ilse hat gesagt…

Hallo,

das Übel mit der Gefriertruhe kenne ich. Man verliert leicht die Übersicht was da noch so alles drin ist. Einen Monat lang konsequent daraus kochen das werd ich mir zum Vorbild nehmen, vielleicht schaffe ich das ja auch.

LG Ilse

Westfalenmaus strickt Socken hat gesagt…

Die Mütze sieht klasse aus.
Mal was ganz anderes.

LG,
Sonja