Donnerstag, 9. September 2010

verschobene Prioritäten

Vielen lieben Dank an alle, die auf meinen Aufruf vom Wochenende geantwortet haben und sachdienliche Hinweise lieferten. Ganz lieben Dank auch für die guten Wünsche, die können wir im Moment sehr gut gebrauchen. Im Moment ist hier alles ziemlich wirr, das Einzige was wir gerade ganz klar sehen ist, daß es manchmal gut ist, die Methoden von Ärzten anzuzweifeln und soweit möglich selbst die Initative zu ergreifen. Seit Sonntag pendeln wir zwischen Büro, Krankenhaus und heimischen Bett hin und her und üben uns in Geduld. Ausgerechnet in der Disziplin, die mir wirklich am allerwenigsten liegt. Aber was bleibt anderes übrig? Wir warten, bangen und hoffen. Versuchen uns über Fortschrittsnachrichten zu freuen und die Infos über Rückschläge zu verdauen. Und an dieser Stelle ist wirklich für Abwechslung gesorgt, langweilig ist uns im Moment ganz gewiss nicht.

Da liegt es natürlich auch auf der Hand, daß das Stricken gerade ein wenig leidet. Zwar wären die Wartephasen dafür eigentlich recht gut geeignet, aber wenn man im Krankenhaus in der Intensivstation bewaffnet mit Kittel und Latexhandschuhen warten darf, geht da leider auch nix. Dabei würde es meinen Nerven grad recht gut tun. *grumml* Aber man muß es nehmen wie es kommt und das Beste draus machen. Wir versuchen vor Ort zu sein und Präsenz zu zeigen, auch wenn man nicht aktiv eingreifen kann. Wenn ich dann abends nach Hause komme, dann wird noch schnell was gegessen und dann falle ich auch schon ins Bett. Ob ich da dann auch wirklich schlafen kann steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Aber genug der Jammerei......erst mal ist ein Paar Basarsocken fertig geworden, die Euch natürlich nicht vorenthalten will. Gegriffen habe ich mir hierfür ein Knäuel aus der Spendenkiste von Frau Anonymus ;-) und ich hab die fröhlichen Farben wirklich sehr genossen beim Verstricken.

Socken 42/2010

Technische Daten:
Größe: 38/39
Muster: Stino
Material: Opal Regenwald "Der stolze Harald"
Verbrauch: 70 g

Leider war in dem Knäuel ein Knoten und ich musste wickeln und anstückeln, was mir - wie ich finde - aber vollkommen unsichtbar gelungen ist. Allerdings habe ich auf Grund dessen und weil der Rapport auch nicht sehr kurz ist, nun mehrere Reste, die für Kindersocken nicht mehr so prima geeignet waren. Macht aber nix, ich habe die Reste einfach in die Decke gepatcht. Das kommt mir im Moment sowieso sehr entgegen. Die Patche sind vom Aufwand sehr übersichtlich, ich muß dabei nicht konzentriert sein und ich kann das Strickzeug jederzeit wieder weglegen. So gesehen also ideal. Deshalb kommen im Moment auch einige Patche aus der Sockenwonderland-Restekiste an die Decke.

Und so sieht die Decke nun aktuell aus:

Photobucket

Und düse ich wieder ab ins Land der weissen Kittel........

Kommentare:

Martina hat gesagt…

Kopf hoch, es kommen bestimmt auch wieder bessere Zeiten!!!!
Das war bei mir diese Jahr auch schon so.
Liebe Güße aus dem Taunus
Martina

Anonym hat gesagt…

Ich freue mich sehr von Dir zu lesen und Deine Socken sind wunderschön geworden! Dass Du angestückelt hast...für mich nicht zu erkennen - ein dickes Kompliment - wie Du das Alles im Moment meisterst, was ich da so gelesen habe!!! Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Geduld mit Allem was da kommt - liebe Grüße, Anonymus(ine) :)

Silvia hat gesagt…

schöne Socken hast du geschaffen..... Gut das ihr Präsenz zeigt, ist ganz wichtig auch wenn es schlaucht. Ich denke was unterm Strich kommt zählt und entschädigt dann für die ganzen Unannehmlichkeiten. Daumen sind weiterhin gedrückt....lg Silvia

Rosenfee hat gesagt…

Alles Liebe und Gute für dich...das ist echt hart
Ich hoffe,das ihr die richtigen Ärzte findet und alles gut wird..Daumendrücker !
Die Socken sind schön...und stückeln...ja Opal ist wunderschön aber die Knoten..ächz
Ganz liebe Grüsse
Patricia